Programm | 4. Oktober

4. Oktober, 20:00 Uhr

Die kessen Berlinessen, Schwullesbischer Chor Köln, Männer-Minne, Vielhomonie Rhein-Ruhr, Zuckerschnitten, RosaCavaliere,
Kölner Spitzbuben



Das Ticket gilt auch für die Abschlussparty.
Tickets auch bei Frauen Unterwegs in der Potsdamer Str., im Buchladen Eisenherz in der Motzstraße ohne Vorverkaufsgebühr und an der Konzertkasse der UdK (Tel.: 030 / 3185 2374) mit Gebühr.


Die kessen Berlinessen

Ein Lesbenchor aus Berlin mit selbstironischen und Mut machenden Pop-Songs von Adele bis Zaz mit ganz eigenen kessen Texten und immer etwas politisch bleibend.
Im März 2006 gründeten sieben singbegeisterte, frauenliebende Frauen aus Berlin einen Chor, der geprägt sein sollte von der Lust am Singen und dem Spaß an der Gemeinschaft im Chor. Inzwischen sind die Kessen Berlinessen auf 20 Frauen gemischten Alters angewachsen, die (nicht ohne Selbstironie) über das Lesbenleben mit seinen schönen, skurrilen und auch schattigen Seiten singen und damit auf die Bühne gehen. Zu Gehör bringen sie eine bunte Mischung von Liedern aus den 1920er Jahren bis zu modernem Pop. Oft dichten sie Lieder um, singen drei- bis vierstimmige Chorsätze, die von Chorleiterin Barbarella Olm arrangiert werden, a cappella und manchmal mit Klavier- oder anderer Instrumentalbegleitung.
www.kesse-berlinessen.de


Schwullesbischer Chor Köln

Seit fast zehn Jahren lotet der Schwullesbische Chor Köln (SLCK) mit wachsender Begeisterung neue Formen des Chorsingens aus. Alle Chorsätze werden gemeinsam während der Proben erarbeitet. Gesungen wird völlig ohne Noten, ausschließlich nach Gehör. Es gibt keine festgelegten Frauen- und Männerstimmen und auch niemand, der dirigiert. Das Ergebnis ist eine ganz neue Art der Chorerfahrung, die allen Beteiligten hohe Musikalität abverlangt, aber auch immer wieder mit einem wunderbaren Stimm- und Gruppenerlebnis belohnt.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Form der improvisierten Mehrstimmigkeit, die es heute überall in Europa gibt, auch im deutschen Sprachraum noch üblich. Deshalb singen sie neben Pop, Jazzstandards, Schnulzen und Musik aus den Charts auch deutsche Volkslieder: groovige Musik aus fünf Jahrhunderten also, dazu immer mal wieder Selbstkomponiertes und Selbstgetextetes von Chorleiter Jürgen Terhag oder Mitgliedern des Chors.
www.slc-koeln.de


Männer-Minne (Berlin)

Minne – das bedeutet „liebendes Gedenken“. Die hohe Minne strebt nach seelischer Läuterung, die niedere Minne nach Erfüllung. In diesem Universum widerstreitender Gefühle singen und bewegen sich die Sänger von Männer-Minne, dem Anfang 1987 gegründeten ersten schwulen Berliner Chor. Die Programme der vergangenen 32 Jahre zeichnen sich durch eine große musikalische Vielfalt quer durch alle Stile und Jahrzehnte aus, unterstützt von ausgefeilten Choreografien. Die Wege und Fährnisse des schwulen Lebens in ihren mannigfaltigen und absonderlichen Ausprägungen werden eindrücklich besungen und betanzt.
Im Januar 2005 übernahm Holger Perschke die musikalische Leitung. Mit ihm studierte der Chor unter anderen jeweils eine Hommage an den Komponisten Friedrich Hollaender und an den schwulen Berliner Textdichter Bruno Balz ein. Im April 2018 feierte „Let‘s Do It – Let‘s Fall In Love“ Premiere, eine Hommage an den US-amerikanischen Komponisten und Liedtexter Cole Porter. Derzeit proben die etwa 40 Sänger schon an einem neuen Programm, das im Oktober 2020 Premiere in der ufaFabrik feiern wird.
www.maenner-minne.de


Vielhomonie Rhein-Ruhr

Seit Beginn der 1990er Jahre gehört die Vielhomonie Rhein-Ruhr zum festen Bestandteil der (nicht nur) schwulen Revue- und Kleinkunstszene im Pott. Gegründet als erster schwuler Chor des Ruhrgebiets präsentieren über zwanzig bühnenverliebte und nach Applaus lechzende Sänger ihre unterhaltsamen Shows – von a-cappella über Halbplayback bis Klavierbegleitung, von Solo über Kleingruppe bis Gesamtensemble. Mit einer Mischung aus Tanz, Schauspiel, Sprache, Maskerade, Ton- und Lichttechnik und natürlich viel Musik verzaubern sie ihr Publikum.
Kein musikalisches Genre wird verschont: Deutscher Schlager, Operette, Kabarett, internationaler Pop, Kunstlied oder klassischer Chorgesang, sowohl der Romantik als auch der Moderne. Die Vielhomonie fühlt sich in kammermusikalischen Feinheiten ebenso zu Hause wie in schräg-schrillen Darbietungen. Mit „POTTpourri“, einem kleinen regionalen Festival, lädt die Vielhomonie seit Jahren schwule und lesbische Chöre des In- und Auslands ins Revier und bereichert damit die regionale Kulturszene.
www.vielhomonie.de


Zuckerschnitten (Münster)

Intelligent, eloquent, konsequent: 16 Frauen aus Münster stehen singend auf der Bühne und haben sichtlich Spaß dabei. Begleitet und geleitet werden sie von der Musikerin Elke Wehling. Mit einem bunten Mix aus Pop, Chanson, einer kleinen Dosis Schlager, eigenen feministischen Texten und wunderbarer Choreografie ziehen sie die Zuhörenden und Zuschauenden in ihren Bann. In ihren Texten geht es meistens um Frauen, ihre Eigenheiten und Vorzüge. Die Zuckerschnitten: unwiderstehlich und zuckersüß!
2012 als Projektchor anlässlich des internationalen schwul-lesbischen Chorfestivals Various Voices in Dublin gegründet, haben sie sich neu sortiert und sind immer noch mit Begeisterung auf der Bühne. Mit den rosafarbenen Sonnenbrillen und Federboas zu schlichtem Schwarz setzen sie nicht nur optisch auf Kontraste. Auch die Stimmungen, die in ihren Stücken schwingen, reichen von romantisch bis herb, zuckersüß bis energisch, albern bis ernst und immer authentisch.
www.zuckerschnitten-muenster.de


RosaCavaliere (Berlin)

Markenzeichen des 1990 in Berlin gegründeten Ensembles sind ihr unverwechselbarer A-capella-Sound und ihre kurzweilige Bühnenperformance. Das Repertoire der rund 20 Sänger spannt einen genreübergreifenden wie zeitlich umfassenden Bogen: Bei den RosaCavalieren geben sich Henry Purcell und Pharrell Williams die Hand, begegnen sich Lady Gaga und Joy Fleming, trifft Hans Söhnker auf Peter Fox …
Seit 17 Jahren gibt Katrin Schüler-Springorum den Ton an mit ihrer Erfahrung aus über 30 Jahren als Musikerin – live und im Studio. Sie schreibt für die RosaCavaliere Arrangements, leitet die Proben und verleiht dem Chor seine besondere Klangfarbe. 2020 werden die RosaCavaliere bereits ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Noch immer verbindet sie die Freude an der Musik. Und selbstbewusst, fantasievoll und voller Hingabe verkünden sie dem hochverehrten Publikum und dem ein oder anderen Verehrer: „Baby, we were born this way!“
www.rosacavaliere.de


Kölner SPITZbuben

Ob Verdi, Wolfgang Petry, Rammstein oder Wagner – die Sänger der Kölner SPITZbuben unter der Leitung von Susanne Bellinghausen widmen sich jedem Lied und Genre mit viel Liebe und Leidenschaft. Seit 2004 gibt es den schwulen Chor, der sich seitdem mit viel Spaß am gemeinsamen Singen immer wieder neuen musikalischen Themen und besonders gern dem Facettenreichtum der Musik widmet.
Zuletzt stellte der Chor die entscheidende Frage „Himmel oder Hölle?“ und suchte und fand Engelhaftes und Teuflisches in Schlager, Pop, Jazz und Klassik. Manchmal ist es wie „Comedy at its best“, nur mit Gesangsunterbrechung. In diesem Sinne – mein lieber Herr Xangsverein!
www.koelnerspitzbuben.org

Wichtige Informationen rund ums Konzert: