Fr., 27.05.2022

MÄNNER-MINNE
Berlin

Was heißt denn hier „Minne“?

Minne – das bedeutet „liebendes Gedenken“. Die hohe Minne strebt nach seelischer Läuterung, die niedere Minne nach weltlicher Erfüllung. In diesem Gefühlsuniversum singen und bewegen sich die Sänger von MÄNNER-MINNE, dem schwulen Chor Berlin, seit 1987.

… darum folgt‘ ich dem Ruf auf die Bretter der Welt!

Das musikalische Schaffen der Minne-Männer erforscht viele Stile und Epochen und wird stets von aussagekräftigen Choreografien unterstützt. Die Wege und Fährnisse des schwulen Lebens in ihren mannigfaltigen Ausprägungen werden eindrücklich erforscht. Dabei machen wir auch nicht Halt vor den Tabu-Themen Weihnachten, Wilder Westen, biblische Geschichte, Grimm’sche Märchenwelt oder Divenkult. Besonders liegen uns subversive Stücke, wie sie Friedrich Hollaender, Bruno Balz und Cole Porter komponiert und getextet haben.

Wir leben in der Community

Bereits 1988 stellte sich der der junge Chor der Herausforderung, das 4. Europäische schwul-lesbische Chorfestival auszurichten. Im Mai 2001 fand mit Various Voices erneut ein europäisches Festival in Berlin statt. An der Organisation war MÄNNER-MINNE wesentlich beteiligt. Das 5. Nordakkord-Festival im Jahr 2019 hat MÄNNER-MINNE zusammen mit den RosaCavalieren auf die Bühne der Universität der Künste gebracht.

Die Schöne Bescherung ist Jahr für Jahr ein Höhepunkt im Berliner Adventskalender. Hier treffen sich die lokalen LGBTIQ+ -Chöre und -Instrumental-Ensembles und musizieren vor vollem Haus in der denkmalgeschützten Zwölf-Apostel-Kirche in Schöneberg. MÄNNER-MINNE probt in den Räumen dieser wunderbar engagierten Gemeinde zwischen Szene und Strich und ist stolzer Veranstalter der Schönen Bescherung.

Wer schlendert nicht gern über das lesbisch-schwule Stadtfest rund um die Motzstraße? Jahr für Jahr stehen die Minne-Männer auf der Hauptbühne und singen sich die Seele aus dem Leib – gelegentlich sogar unterstützt von prominenten Berliner Show-Legenden.

Auch an Gottesdiensten der Kirche positHIV, Veranstaltungen zum Welt-Aids-Tag oder dem Tag gegen Homophobie und an vielen anderen Aktionen der Community beteiligen wir uns gerne.

Fotos: robert m photography

 

daChor Colonia
Köln

Sie! Ja, Sie! Schon lange sehnen Sie sich nach Berührung, nicht das schnelle Hochgefühl beim Shoppen, nein, so richtig von innen heraus. So was wie Erleuchtung, nur ohne den unbequemen Lotussitz. Und Chips sind dabei ja auch verboten.

Wie wäre es, mal Fünfe grade sein zu lassen oder die Sau raus. Nix müssen. Nur zuhören. Aber bitte richtig. Und dann passiert es: ganz ohne Ihr Zutun! Es tun sich Welten auf.

Ach, Liebe! Ach, anderen dabei zuschauen können, wie sie scheitern. An diesem blöden Anspruch. Seien wir ehrlich: Auch Sie wünschen sich, dass jemand kommt, Ihre Hand nimmt und Sie führt durch diesen ganzen Schlamassel? Genau! Wir helfen Ihnen dabei.

Wir kommen! Attacke! Ach, was, wenn Blumen fliegen, ist uns das Lohn genug. Es dürfen auch Tulpen sein, auch wenn Köln bekanntlich nicht in Amsterdam liegt. Aber bitte nicht so laut mit der Chipstüte knistern. Alles hat eben seinen Preis. Sie werden nicht enttäuscht sein.

Chorleitung

Drei Frauenstimmen, eine Männerstimme, das macht das Klangbild von daChor Colonia aus. Geleitet von Annette Piel singt der Chor vorzugsweise auf Deutsch, gerne wenig Bekanntes Mit Spaß widmet er sich dem Ernst der Sache. Liebe! Ist alles, was zählt.

 

 

Classical Lesbians
Berlin

Die Classical Lesbians verbindet seit 1996 die Liebe zur klassischen Musik und zu Frauen. Die 25 begeisterten Sängerinnen geben regelmäßig eigene Konzerte in Berlin, treten bundesweit bei den zweijährlichen Lesbenfrauenchöretreffen auf und auch international, u.a. beim lesbisch-schwulen Chörefestival Various Voices. Sie präsentieren abwechslungsreiche Programme: mehrstimmige Stücke, Lieder, Madrigale und experimentelle Chorsätze aus allen Epochen und in allen Klangfarben. Für die Classical Lesbians ist es eine politische Sache, als lesbischer Chor aufzutreten und sichtbar zu sein – und das seit mehr als 25 Jahren.

 

 

dIETAKTLOSEN
Köln

Die Freude am Singen hält dIETAKTLOSEN zusammen, seit sich der Chor 1997 gegründet hat. Chorleiterin Ilka Tenne-Mathow holt stets das Optimum aus den Kehlen der Sängerinnen und Sänger. So vielfältig wie die Zusammensetzung des Chores aus Lesben, Schwulen und Heteros ist auch sein Repertoire. Bei ihren Konzerten öffnen dIETAKTLOSEN eine musikalische Wundertüte: von anspruchsvoller moderner Chormusik über Volkslieder im Jazzgewand bis hin zu Pop in Arrangements, die zum Teil speziell für dIETAKTLOSEN geschrieben wurden. Seit dem legendären „Flirt der Chöre“ im Jahr 2003 besteht zudem eine besondere Verbindung zum Bremer Chor Da capo al dente, der über das gemeinsam bestrittene Konzert im Modernes hinausging. Das ein oder andere Chormitglied haben wir anschließend der Liebe wegen an die Hansestadt verloren. Singen verbindet. Nach einer kreativen Pause, die uns Corona verordnet hat, freuen wir uns, nach Bremen zurückzukehren und die alten Kontakte wiederaufzunehmen.  

Chorleitung Ilka Tenne-Mathow

 

 

Vielhomonie Rhein Ruhr
Düsseldorf

Erster schwuler Chor im Ruhrgebiet

Seit 30 Jahren ist die Vielhomonie Rhein-Ruhr ein fester Bestandteil der bunten Kleinkunstszene im Pott.

Um die zwanzig bühnenverliebte Sänger präsentieren ihre unterhaltsamen Shows und verzaubern mit einer Mischung aus Tanz, Schauspiel, Sprache, Maskerade und natürlich viel Musik ihr Publikum.

Kein musikalisches Genre wird verschont: der deutsche Schlager ist ebenso vertreten wie internationaler Pop, Operette, Kunstlied oder klassischer Chorgesang. Zum Spektrum des Chores gehören sowohl kammermusikalische Feinheiten als auch parodistische, schräg – schrille Darbietungen.

Die Vielhomonie Rhein-Ruhr trat in den letzten drei Jahrzehnten regelmäßig bei den europäischen Schwul – Lesbischen Chorfestivals auf, unter anderem in Berlin, London, Paris und zuletzt 2018 in München.

www.vielhomonie.de

Musikalischer Leiter: Johannes Krähe

Die Fotografin unseres Fotos heißt:   Marie-Luise Bieker.

 

 

Zuckerschnitten
Münster

17 Frauen aus Münster werden begleitet und geleitet von der Musikerin Elke Wehling. Mit einem bunten Mix aus bekannten Melodien, eigenen feministischen Texten und wunderbarer Choreografie ziehen sie die Zuhörenden und Zuschauenden in ihren Bann. In ihren Texten geht es meistens um Frauen, ihre Eigenheiten und Vorzüge, um Liebe und Respekt. Die Zuckerschnitten: unwiderstehlich und zuckersüß! 2012 als Projektchor anlässlich des internationalen schwul-lesbischen Chorfestivals Various Voices in Dublin gegründet, setzen die Zuckerschnitten mit rosafarbenen Accessoires zu schlichtem Schwarz nicht nur optisch auf Kontraste. Auch die Stimmungen, die in ihren Stücken schwingen, reichen von romantisch bis herb, zuckersüß bis energisch, albern bis ernst und immer authentisch.

 

 

Die Tollkirschen
Leipzig

Erkennungszeichen der Truppe ist die elegante leuchtende Fliege am Hemdkragen. Zu ihrem Repertoire zählen viele Lieder ostdeutscher Komponisten. Denn im Osten Deutschlands sind die Tollkirschen der einzige Chor schwuler Männer (wenn man von den Berliner Chören einmal absieht). Aber die Herren singen nicht nur. Originelle Choreographien und bissige Texte gehören zu ihren Programmen. Gern nehmen sie aktuelle Ereignisse kritisch und mit einem Augenzwinkern unter die Lupe. Auch wenn das Singen in den letzten zwei Jahren nur eingeschränkt möglich war, so haben sie die Zeit genutzt um an einem neuen Programm zu arbeiten und sich neu aufzustellen. Die Sonne tragen sie im Herzen, den Mond singen sie an und als Sterne leuchten sie auf der Bühne. 

Chorleiterin: Conny Schäfer

Das Foto wurde durch Olaf Jäger, Leipzig geschossen.